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Über mich
Geboren im Jahr 1955, lebe ich seit meiner frühesten Kindheit in Hamburg. Hier bin ich zur Schule gegangen und hier habe ich auch studiert, und zwar Soziologie und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Zum Doktor der Philosophie wurde ich Anfang 1989 am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Hamburg mit einer Studie über den Arbeiterführer Wilhelm Weitling (1808-1871) promoviert. Aus dem intensiven Quellenstudium sind mehrere wissenschaftliche Publikationen hervorgegangen. 1988 habe ich gemeinsam mit Lothar Knatz am Hamburger Institut für Sozialforschung eine internationale Konferenz über Wilhelm Weitling organisiert und geleitet.
Mein besonderes Interesse gilt der Darstellung historischer Sachverhalte in verschiedenen Medien, insbesondere im Film. Hierzu habe ich an der Universität Hamburg Seminare veranstaltet und im Kommunalen Kino Metropolis Filmreihen zusammengestellt und präsentiert: darunter die Reihe "Zeitmaschine Kino" (1989/90), aus der das gleichnamige Buch hervorgegangen ist, und "Vietnamkino" (1994).
Das Medium Film interessiert mich auch ohne explizit historischen Inhalt. Seit Anfang der neunziger Jahre äußere ich mich dazu in Form von Kritiken, Interviews und Themenartikeln. Ich habe in den Redaktionen verschiedener Fernsehzeitschriften mitgearbeitet (TV Movie, TV Neu, TV Spielfilm, Entwicklungsredaktionen) und war von 1992 bis 1994 für die Fernseh-Vorausschau des "Spiegel" verantwortlich. Zu meinen Themengebieten gehören auch digitale Medien wie Multimedia oder Virtual Reality, die ich für eine logische Weiterentwicklung von Film und Fernsehen halte.
Eine große Astronomen-Tagung, die 1994 in Hamburg stattfand, belebte mein aus der Kindheit stammendes Interesse am Weltraum neu. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit hat sich seitdem immer mehr zu Wissenschaftsthemen verlagert. Neben Astronomie und Raumfahrt beschäftigen mich insbesondere Forschungen zur Künstlichen Intelligenz und Robotik. Als Reporter habe ich mehrmals (aus Stockholm, Amsterdam, Melbourne und Paderborn) live vom RoboCup berichtet - dem internationalen Fußballturnier für Roboter. Seit den bemannten Mondlandungen der sechziger Jahre dürfte es kaum eine vergleichbar spannende Gelegenheit gegeben haben, Wissenschaft und Technik live zu präsentieren.
Bei aller Spezialisierung und Schwerpunktsetzung ist die treibende Kraft meiner Tätigkeit die Neugier geblieben, der Wunsch, die Welt um mich herum besser zu verstehen. Die mir wichtigsten Arbeiten überschreiten die Grenzen von Fächern und Disziplinen: etwa die Begegnung mit einem im Sterben liegenden, gelähmten Mann, der mit Hilfe eines Computers Gedichte schreibt; eine Serie über bemannte Missionen zum Mars als kulturelles Projekt; oder Forschungen zur erstaunlichen Intelligenz von Bienen.