Im arktischen Eis muss sich das mobile Mars-Labor bewähren Devon Island -
Noch sind die Gebäude der "Mars-Analog-Station" im Haughton-Krater auf Devon Island von Schneewehen eingeschlossen. Doch die Wiederaufnahme der Forschungstätigkeiten in Kanadas arktischer Provinz Nunavut steht bevor. Wenn Anfang Juli zum siebten Mal ein Wissenschaftlerteam die Station bezieht, um während des kurzen arktischen Sommers unter marsähnlichen Bedingungen zu arbeiten, wird ihm erstmals ein mobiles Labor zur Verfügung stehen.
"Mars-1 Humvee Rover" nennt sich das Fahrzeug und wurde Ende Mai nach Devon Island transportiert. Die Überführung war riskant: Das tonnenschwere Fahrzeug überquerte den 35 Kilometer breiten gefrorenen Wellington Channel. Ständig musste die Dicke des Eises geprüft und sichergestellt werden, dass sich im Umkreis von 30 Metern keine Risse befanden. Zur Sicherheit trug der Fahrer einen Schwimmanzug und fuhr stets bei offener Fahrertür.
Der Rover ist die modifizierte Version eines militärischen Sanitätsfahrzeugs, das mit vier separat steuerbaren Kettenantrieben ausgestattet ist. Er bietet Platz für bis zu vier Personen und soll nach und nach mit Instrumenten für geologische und mikrobiologische Studien ausgerüstet werden. "Dieser Rover ist ein mobiles geländetaugliches Labor, von dem aus wir Daten übermitteln können. Aus diesen Erfahrungen werden wir für ähnliche Aktivitäten auf anderen Planeten lernen", sagt Stephen Braham von der Simon Fraser University in Vancouver. Braham leitet ein Forschungsprojekt der kanadischen Weltraumbehörde CSA zur Entwicklung eines Systems zur Energieversorgung, Kommunikation und Datenverarbeitung für "Mars-1". Ziel ist die Entwicklung von Technologien für zukünftige Mars-Rover.
ham Artikel erschienen am 23. Jun 2003 |
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