

Der Magdeburger Oberbürgermeister Lutz Trümper und der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Erich Pollmann eröffnen die Veranstaltung mit einem symbolischen Anstoß, zunächst allerdings zu einem Freundschaftsspiel. Denn auch mehrere Seniorenteams haben an diesem Wochenende ihre Roboter nach Magdeburg gebracht. Sie nutzen die Gelegenheit, zweieinhalb Monate vor dem WM-Turnier ihre Tricks und Strategien in einem Trainingslager zu verfeinern.
In der Vierbeiner-Liga werden die Mitglieder des German Teams von der Humboldt-Universität Berlin, der Uni Bremen und der TU Darmstadt ihre Aibos aufeinander loslassen, um aus den dabei gesammelten Erfahrungen die besten Lösungen für die gemeinsame WM-Strategie zu entwickeln.
Für Testspiele in der Middle Size League haben die "Allemaniacs" (Aachen), die "Brainstormers Tribots" (Osnabrück), die "CoPS" (Stuttgart) und die "AIS/BIT Robots" (St. Augustin/Bonn) ihre Roboter mitgebracht. Und in der Humanoiden-Liga werden Zweibeiner aus Berlin, Darmstadt und Freiburg zeigen, wie gut sie bereits den aufrechten Gang beherrschen.
Roboterfußball ist ähnlich unterhaltsam und spannend wie menschlicher Fußball. In erster Linie aber ist der RoboCup ein wissenschaftliches Projekt. Das wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2001 im Rahmen des sechsjährigen Schwerpunktprogramms "Kooperierende Teams mobiler Roboter in dynamischen Umgebungen (SPP-1125)" gefördert. Parallel zu den Wettkämpfen finden daher auch Vorträge statt, in denen die Technologie der Mechanokicker erläutert und Ausblicke auf die zukünftige Forschung gegeben werden.
AktionBis zum Gewinn der Fußballweltmeisterschaft durch humanoide Roboter, den sich die RoboCup-Initiative für das Jahr 2050 vorgenommen hat, ist es schließlich noch ein weiter Weg. Aber wer weiß, vielleicht ist bei den Junioren, die ab Samstag ihre Roboter aufs Spielfeld und die Tanzbühne schicken, ja schon der künftige Trainer des Robo-Champions von 2050 dabei?