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Fußballroboter
dpa

RoboCup: Letzte Chance in Magdeburg

Qualifikation der Junioren und Trainingslager der Senioren

Mit dem letzten WM-Qualifikationsturnier im Rahmen des RoboCup Junior beginnt am Freitag in Magdeburg die heiße Phase der diesjährigen RoboCup-WM. Nachdem sich an den vergangenen beiden Wochenenden in Vöhringen und Bremen bereits 69 Teams für die Teilnahme an der Roboterfußball-WM vom 14 bis 20. Juni in Bremen qualifiziert haben, treten jetzt noch einmal 68 Teams mit ihren selbst konstruierten Robotern in den Wettbewerbssparten Soccer, Rescue und Dance an. Die besten 19 von ihnen kommen weiter.

von Hans-Arthur Marsiske, 31.03.2006 [Archiv]

 

Der Magdeburger Oberbürgermeister Lutz Trümper und der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Erich Pollmann eröffnen die Veranstaltung mit einem symbolischen Anstoß, zunächst allerdings zu einem Freundschaftsspiel. Denn auch mehrere Seniorenteams haben an diesem Wochenende ihre Roboter nach Magdeburg gebracht. Sie nutzen die Gelegenheit, zweieinhalb Monate vor dem WM-Turnier ihre Tricks und Strategien in einem Trainingslager zu verfeinern.

 

Der aufrechte Gang

In der Vierbeiner-Liga werden die Mitglieder des German Teams von der Humboldt-Universität Berlin, der Uni Bremen und der TU Darmstadt ihre Aibos aufeinander loslassen, um aus den dabei gesammelten Erfahrungen die besten Lösungen für die gemeinsame WM-Strategie zu entwickeln.

Für Testspiele in der Middle Size League haben die "Allemaniacs" (Aachen), die "Brainstormers Tribots" (Osnabrück), die "CoPS" (Stuttgart) und die "AIS/BIT Robots" (St. Augustin/Bonn) ihre Roboter mitgebracht. Und in der Humanoiden-Liga werden Zweibeiner aus Berlin, Darmstadt und Freiburg zeigen, wie gut sie bereits den aufrechten Gang beherrschen.

 

Sport und Wissenschaft

Roboterfußball ist ähnlich unterhaltsam und spannend wie menschlicher Fußball. In erster Linie aber ist der RoboCup ein wissenschaftliches Projekt. Das wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2001 im Rahmen des sechsjährigen Schwerpunktprogramms "Kooperierende Teams mobiler Roboter in dynamischen Umgebungen (SPP-1125)" gefördert. Parallel zu den Wettkämpfen finden daher auch Vorträge statt, in denen die Technologie der Mechanokicker erläutert und Ausblicke auf die zukünftige Forschung gegeben werden.

 

Bis zum Gewinn der Fußballweltmeisterschaft durch humanoide Roboter, den sich die RoboCup-Initiative für das Jahr 2050 vorgenommen hat, ist es schließlich noch ein weiter Weg. Aber wer weiß, vielleicht ist bei den Junioren, die ab Samstag ihre Roboter aufs Spielfeld und die Tanzbühne schicken, ja schon der künftige Trainer des Robo-Champions von 2050 dabei?