22.03.2011 10:12
Im Rahmen der nun gestarteten siebten Kampagne "Globe at Night[1]" soll ein globaler Atlas der Lichtverschmutzung erstellt werden. Die Messlatten hierfür sind die Sternbilder Löwe am Nordhimmel und Kreuz des Südens auf der Südhalbkugel, wo die Kampagne zwei Tage später beginnt. Eine Stunde nach Sonnenuntergang, also ab etwa 20 Uhr, kann die Beobachtung beginnen. Das Ziel ist es, die Zahl der sichtbaren Sterne für den jeweiligen Standort zu übermitteln.
Europa bei Nacht.
Bild: NASA
Koordiniert wird die zwei Wochen laufende Kampagne vom National Optical Astronomy Observatory[2]
in Tucson, Arizona. Die Organisatoren bieten auf Ihrer Homepage einige
Hilfsmittel, sowohl für Lehrer und Eltern als auch für all diejenigen,
die den Löwen am Himmel genauso schwer ausmachen können wie einen
realen Löwen, der sich im Steppengras versteckt.
Die beste Orientierungshilfe dürfte das bekannte Sternbild des Großen Wagens sein: Wenn dieser Wagen mit Wasser beladen wäre und Löcher im Boden hätte, würde der Löwe im Regen stehen. Solche Hinweise wie auch Tafeln, die den Anblick der entsprechenden Himmelsregion bei verschiedenen Lichtverhältnissen wiedergeben, machen es auch astronomischen Laien leicht, sich an der Initiative zu beteiligen.
Die Kampagnen-Website bietet Orientierungshilfen für die Suche nach dem Löwen.
Bild: globeatnight.org
Der Lohn dafür ist eine genauere Kenntnis darüber, wo überflüssiges
Licht den Blick auf den Sternenhimmel am meisten stört. Wer will, kann
dann bei seinen örtlichen Behörden nachhaken und auf Veränderungen bei
der Straßenbeleuchtung drängen. Auf den Internetseiten der International Dark Sky Association[3] finden sich viele Vorschläge, wie der Lichtbedarf am Boden befriedigt werden kann, ohne das Funkeln der Sterne zu stören. (Hans-Arthur Marsiske)
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(anw[4])
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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.globeatnight.org/
[2] http://www.noao.edu/
[3] http://www.darksky.org
[4] mailto:anw@ct.de