RAUMFAHRT WORKSHOP DER ESA

Europa berät über den Weg ins Weltall

Die langfristige Strategie Europas bei der Erkundung des Weltalls ist das Thema eines zweitägigen Workshops, der am Montag und Dienstag in der schottischen Stadt Edinburgh stattfindet.

Edinburgh -

Veranstaltet wird das Treffen von der Europäischen Weltraumorganisation Esa und dem British National Space Centre (BNSC).

Der Workshop ist der erste in einer ganzen Reihe geplanter Beratungen, mit denen auf möglichst breiter Grundlage eine Verständigung über die europäischen Ziele im All erzielt werden soll. Hintergrund ist das "Aurora"-Programm der Esa, in dessen Rahmen seit 2001 an Plänen zur Erkundung des Sonnensystems mit bemannten und unbemannten Missionen gearbeitet wird. Das langfristige Ziel ist eine bemannte Mission zum Mars um das Jahr 2030. Eine weitere wichtige Säule von Aurora ist die Suche nach Leben außerhalb der Erde.

Im Rahmen dieses groß angelegten Programms sollen nicht nur wissenschaftliche Fragen geklärt und neue Technologien entwickelt werden. Die verantwortlichen Manager bei der Esa sehen Aurora vielmehr auch als globales und gesellschaftliches Projekt, an dem so viele Nationen und so viele gesellschaftliche Gruppen wie möglich beteiligt werden sollen. Für die Teilnahme am Workshop in Edinburgh wurden Vertreter der Wissenschaft, Politik, Industrie sowie der allgemeinen Öffentlichkeit und Jugend eingeladen.

Nachdem die US-Weltraumbehörde Nasa Anfang Dezember ihre Pläne zur Erkundung des Mondes bekanntgegeben hat, wird es auch in Edinburgh um die Rolle des Erdtrabanten als wichtiges Element einer größeren Weltraumarchitektur gehen. Die Ergebnisse des Workshops sollen am Mittwoch veröffentlicht und diskutiert werden.

ham

erschienen am 7. Januar 2007